|
|
 |
Treu in dem Glauben
Fireside mit Scott Gordon
In den Pfählen Frankfurt, Hamburg und Wien-Österreich
(16. - 22. Oktober 2006)
Anmerkung: Diese
Fireside-Ansprache wurde mit der Unterstützung einer Powerpoint-Präsentation
abgehalten. Diese ist im derzeitgen Text nicht enthalten, wird aber in den
nächsten Wochen eingebunden werden.
Es freut mich,
dass ich heute Abend zu Ihnen sprechen kann. Ich bin der Präsident einer Gruppe,
die als FAIR bekannt ist. FAIR steht für „ Foundation for Apologetic Information
and Research“, also „Initiative für apologetische Information und Forschung“.
Der Beginn unserer Organisation liegt im Jahr 1997, als eine kleine Gruppe von
uns sich eifrig damit befasste, im Internet Fragen zu beantworten und Kritik zu
widerlegen.
Zu jener Zeit
wurden uns zwei Dinge bewusst:
Erstens, in der
Zahl liegt Stärke. Als einzelner kann man unmöglich alles wissen, aber als
Gruppe gibt es mehr Möglichkeiten die Mittel, die Fähigkeiten und Wissensbasis
zu haben um Fragen zu beantworten, sogar schwierige Fragen.
Zweites erfuhren
wir, dass die selben Fragen immer wieder aufkommen. Deshalb suchten wir nach
einem Ort, wo wir Antworten auf Kritik sammeln und aufbewahren konnten. Wir
wollten Mitgliedern der Kirche helfen mit Themen umzugehen, von denen Wir
wussten, dass sie immer wieder von Antimormonen aufgebracht werden würden.
FAIR hat ein paar
Leitprinzipien. Zu allererst und vor allem versuchen wir als Zeugen für Christus
und die Wiederherstellung zu handeln.
Zweitens versuchen
wir Streit zu vermeiden. Wir debattieren nicht. Das kann manchmal eine
schwierige Aufgabe sein, aber wir glauben strikt an 3. Nephi 11:29:
Denn wahrlich,
wahrlich, ich sage euch, wer den Geist des Streites hat, ist nicht von mir...
Im Lichte dieser
Schriftstelle glauben wir, dass es sehr wichtig ist, die Mitglieder anderer
Kirchen als unsere Brüder und Schwestern zu sehen. Und wir betrachten die
überwiegende Mehrheit der Antimormonen nicht als „böse“, sondern einfach als
fehlgeleitet.
Der dritte
Grundsatz ist, dass wir nicht für die Kirche sprechen und stellen sicher, dass
die Leute das verstehen. Wir sind keine Sprecher der Kirche. Bezüglich
persönlicher Angelegenheiten verweisen wir die Leute an ihre Bischöfe und
Pfahlpräsidenten. Wir stellen den Leuten einfach Informationen zur Verfügung.
Der vierte
Grundsatz ist, die Dinge so leicht verständlich zu machen wie möglich. Ich
hoffe, dass mir das heute gelingt.
Was Sie wirklich
wissen müssen ist, dass wir die Informationen, die von Kritikern der Kirche
produziert werden gelesen und durchforscht haben und wir behalten dennoch ein
starkes Zeugnis des Evangeliums Jesu Christi, von Joseph Smith und der
Wahrhaftigkeit des Buches Mormon. Unsere Gruppe schließt Bischöfe,
Pfahlpräsidenten, ehemalige Missionspräsidenten, Historiker, frühere
Antimormonen und andere ein, die alle ein starkes Zeugnis vom Evangelium haben.
Nicht jedermann
braucht eine Organisation wie FAIR. Es gibt viele Leute, die nie von
Informationen beunruhigt sind, die von Antimormonen in die Welt gesetzt werden.
Sie kümmern sich einfach nicht darum. Andere werden dadurch von Zeit zu Zeit
beunruhigt und haben vielleicht Schwierigkeiten mit ihrem Glauben. Die
Kirchenberufung, vergangen oder gegenwärtig, spielt dabei keine Rolle, es kann
jedem passieren. Wir habe nicht alle die gleiche Art von Glauben. Einige sind
analytischer und stützen sich mehr auf solide Beweise. Wir alle haben
unterschiedliche Gaben und nicht alle denken auf die selbe Weise oder hatten
dieselbe Ausbildung oder Erfahrung.
LuB 46:11-14
11 Denn allen ist nicht jede Gabe gegeben; denn es
gibt viele Gaben, und jedem Menschen ist durch den Geist Gottes eine Gabe
gegeben.
12 Einigen ist die eine gegeben, und einigen ist
eine andere gegeben, damit allen dadurch genutzt sei.
13 Einigen ist es durch den Heiligen Geist gegeben
zu wissen, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist und daß er für die Sünden der
Welt gekreuzigt worden ist.
14 Anderen ist es gegeben, daß sie ihren Worten
glauben, damit auch sie ewiges Leben haben können, wenn sie weiterhin treu
bleiben.
Es ist wichtig,
dass wir Leute die andere Gaben, Talente, Stärken und Schwächen haben als wir,
selbst nicht bekritteln. Ganz wichtig ist, zu verstehen, dass die Antworten
vorhanden sind, wenn ein schwieriges, glaubenserschütterndes Thema aufkommt.
Nun möchte ich
über Verlust des Glaubens sprechen.
Nach meiner
Beobachtung gibt es ein einigermaßen konsistentes Muster, wie der Verlust des
Glaubens gewöhnlich vor sich geht. Menschen machen oft Veränderungen in ihrem
Leben durch. Manchmal, aber nicht immer, kommt das durch Sünde, aber es kann
auch ein Wechsel in der Familie oder der Arbeit sein, oder eine Schwierigkeit
mit jemandem in der Kirche. Manchmal geschieht es wegen einer persönlichen
Tragödie. Aber gelegentlich gibt es keine bekannte Ursache.
Gleichzeitig
suchen sie vielleicht etwas im Internet. Vielleicht bereiten sie gerade eine
Klasse für die Sonntagschule oder die jungen Damen vor und sie stoßen auf ein
wenig bekanntes Zitat aus der Kirchengeschichte, das ihnen zu schaffen macht.
Sie haben nie zuvor davon gehört und es stört sie, dass sie so lange Mitglied
waren und das nicht kannten. Das führt dazu, dass sie noch mehr suchen und
finden noch mehr Dinge, von denen sie nie zuvor gehört haben, und die sie
stören.
Langsam kommen sie
dazu, zu glauben, die Kirche habe Informationen vor ihnen verborgen und
verschleiere ihre Geschichte. An diesem Punkt gibt es dann einen Verlust an
Vertrauen und einen Verlust an Glauben. Diese Situation kann man das „Syndrom
des erschütterten Glaubens“ nennen. An diesem Punkt der Entwicklung bringt nicht
einmal die Antwort auf die spezifische Frage das Problem des Verlustes an
Glauben und Vertrauen ins Lot. Nun besteht die Tendenz, alles, was aus
Kirchenquellen kommt, in Frage zu stellen und Dinge die aus Nichtkirchenquellen
kommen unkritisch anzunehmen.
Zum Beispiel
sprachen wir einmal mit jemandem, der plötzlich behauptete, Joseph Smith habe
den Namen der Stadt Nauvoo gestohlen. Er hatte herausgefunden, dass in
Pennsylvania, einem anderen Staat der USA, ebenfalls einen Ort mit dem Namen
Nauvoo gab. Wie er meinte, muss Joseph Smith den Namen für Nauvoo, Illinois, von
der Stadt in Pennsylvania kopiert haben. Für ihn war das einfach ein weiteres
Beispiel dafür, wie Joseph Smith alles kopierte und dabei vorgab, es sei von
Gott. Wir erklärten ihm, dass Nauvoo, Pennsylvania, von Flüchtlingen aus Nauvoo,
Illinois besiedelt worden sei, und daher komme der Name. Zunächst glaubte er uns
nicht, denn wir waren ja eine „Kirchenquelle“. Wir mussten ihm zeigen, dass die
Information auf der Website von Nauvoo, Pennsylvania zu finden war. Da das eine
Nichtkirchenquelle war, war er eher bereit zu glauben.
Auf die Bitte
meines Pfahlpräsidenten hin besuchte ich eine Schwester, die vorhatte, die
Kirche zu verlassen. Sie war ein sehr starkes, aktives Mitglied der Kirche mit
fünf Kindern gewesen. Ihr Mann war in der Ältestenkollegiumspräsidentschaft.
Kürzlich war sie sehr erfolgreich in einem neuen Beruf geworden, sie hatte etwas
Gewicht verloren und wurde sehr beliebt.. Sie hatte eine lange Geschichte von
Auseinandersetzungen mit ihrer Schwiegermutter, die ein sehr hingebungsvolles
Mitglied der Kirche war und sehr unflexibel in ihrem Glauben, wie sie sich
vorstellte, dass die Kirche sein sollte und dass ihre Schwiegertochter sich
verhalten sollte. Diese Schwester in ihrem Ringen begann jeden Abend zwei
Stunden damit zuzubringen, im Internet Probleme mit der Kirchenlehre und der
Kirchengeschichte zu finden. Sie druckte Seiten aus den Websites aus und legte
sie in ihr „Buch der Probleme“, mit dem sie ihre Schwiegermutter konfrontieren
wollte. Ich bat sie, mir eines der Probleme mitzuteilen, und sie fragte nach dem
Engel, der Joseph Smith besucht hatte und der in einer Zeitung als „Nephi“
bezeichnet wurde statt als „Moroni“. War denn das kein Beweis dafür, dass Joseph
Smith über den Engel Moroni gelogen hatte? Ich erklärte ihr, dass es zu jener
Zeit noch keine Sonntagschulleitfaden gegeben hatte. Es gab noch nicht einmal
eine gedruckte Ausgabe der Lehre und Bündnisse oder von der Köstlichen Perle. Es
gab kein Exemplar der Kirchengeschichte, auf das sich jemand hätte beziehen
können. Zu jener Zeit hatte ein Schreiber, nicht Joseph Smith, fälschlicherweise
in der Manuskriptgeschichte der Kirche Nephi in einem seiner Artikel
geschrieben. Der Fehler wurde bemerkt und korrigiert. Leider wurde er von
einigen anderen Schreibern zitiert, bevor er in Ordnung gebracht werden konnte,
und so wurde der Fehler weitergereicht. Sie dankte mir für die Information und
sagte, dass sie meine Erklärung glaube. Dann fragte ich sie, ob wir die anderen
Fragen, die sie gesammelt hatte, durchgehen sollten, Sie sagte, „nein, danke“,
da sie ihre Problemsammlung nehmen und ihrer Schwiegermutter zeigen wollte, dass
sie unrecht hatte. Zu jener Zeit wollte sie keine Fragen beantwortet haben,
sondern einfach etwas tun, um ihre Schwiegermutter zu verletzen.
Ich habe
beobachtet, dass diejenigen, die am starrsten in ihren Glaubensansichten
sind, am ehesten , von antimormonischen Sachen beunruhigt werden. Dr. Wendy
Ulrich, Psychologin und Frau eines früheren Missionspräsidenten, besprach das
auf einer unserer FAIR-Konferenzen.
"Ich habe
bemerkt,“ schreibt Dr. Ulrich, „viele der Leute, die ich kenne die die Kirche
verlassen haben, haben das nicht getan, weil sie zu wenig glaubten, sondern weil
sie zu viel glaubten.
In ihrem
übertriebenen Idealismus haben sie Kirchenführer oder Gott mit ihren
vorgefassten Erwartungen verglichen und wurden unausweichlich enttäuscht und
fühlten sich betrogen.
Sie haben es nicht
geglaubt, als Gott ihnen sagte, dass wir in einer einsamen und öden Welt leben,
wo wir sicherlich sterben werden. Statt dessen haben sie sich dafür entschieden
eine andere Version von Realität zu glauben, eine die behauptet, dass sie davor
beschützt werden können, belästigt, enttäuscht oder zum Fürchten gebracht zu
werden.
Sie sind gegen
Gott oder andere Kirchenführer wütend geworden, weil jene die Versprechen nicht
gehalten haben, die Gott ja gar nicht gegeben hat. Mit Interesse stelle ich
fest, dass bei all den Namen die es für den Erretter in der Heiligen Schrift
gibt, er niemals der „Verhinderer von Schmerzen und Leiden“ genannt wird.
Entscheidungsfreiheit ist der Plan und das bedeutet, dass jeder von uns,
einschließlich Kirchenführer, durch Fehler lernt und Fehlinformationen,
Blindheit, Hochmut und Irrtum unterworfen ist.“
Als nächstes
möchte ich einige der Praktiken schildern, die die Antimormonen benutzen, um
unseren Glauben zu erschüttern. Ihr Ziel ist es, Zweifel zu säen.
Zunächst müssen
Sie wissen: Es ist normal durch Perioden des Zweifels zu gehen. Viele Leute tun
das. Aber wenn man während der Periode des Zweifels das Vertrauen verliert, wird
es sehr schwierig, es wiederzu gewinnen.
Das erste, was
Antimormonen machen ist, einen mit Kleinigkeiten zu überschütten, massenhaft
Kleinigkeiten. So viele, dass man dafür hunderte Stunden brauchen würde, allen
nachzugehen. Manchmal ist man nie in der Lage, die Tatsachen zu prüfen, weil man
dafür nicht alle nötigen Werkzeuge, die Zeit oder den Zugang hat.
Zum Beispiel
behaupten einige Antimormonen, es gebe 4000 Änderungen im Buch Mormon. Es würde
lange dauern, die nachzuzählen. Aber, ich kann sagen, das stimmt nicht, das ist
nicht wahr. In Wahrheit gibt es 105 000 Änderungen. Fast alle davon sind kleine
Änderungen in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik. Einige dieser
Änderungen hat Joseph Smith vorgenommen, um die Dinge für den Leser klarer zu
machen. Zum Beispiel änderte er „weiß und angenehm“ in „rein und angenehm“. Ich
glaube, er verstand den Ausdruck „weiß“ symbolisch als „rein“, dass aber einige
Leute dadurch verwirrt werden könnten. Er machte es leichter verständlich. Er
änderte auch „Jesus, der Gott war“ in „Jesus, der der Sohn Gottes war“. Im
Zusammenhang dieses Verses ist es einfach leichter zu verstehen. Er hat nicht
die Lehre geändert.
Ein zweite Taktik
von Antimormonen ist der Gebrauch der Ellipse, der drei kleinen Punkte, die
anzeigen, dass etwas fehlt. Ich mache das auch, um unwichtige Informationen zu
entfernen und auf den Punkt zu kommen. Aber manchmal wird sehr wichtige
Information ausgelassen,was die Bedeutung völlig verändert. Zum Beispiel lässt
ein Zitat im antimormonischen Buch Mormonismus – Schatten oder Realität?
155 Wörter aus. Durch das, was ausgelassen wurde, wurde die Bedeutung verändert,
aber der Leser weiß das nie, wenn er es nicht mit der Originalquelle überprüft.
Drittens reißen
Antimormonen Dinge oft aus dem Zusammenhang. Oftmals, wenn man die ganze Rede,
aus der ein beunruhigendes Zitat entnommen wurde, gelesen wird, oder wenn man
andere Reden von derselben Person liest, versteht man, dass er über eine
Ausnahme sprach oder dass das, was man dachte, dass er gesagt hat, überhaupt
nicht das war, was er meinte.
Zum Beispiel gibt
es ein paar verwirrende Zitate von Brigham Young, doch man findet heraus, dass
er über das selbe Thema viele andere Male gesprochen hat, wo er klarer und die
Bedeutung unmissverständlich war. Wir müssen daran denken, dass die frühen
Kirchenführer gerne ohne Notizen sprachen und dass es damals weder
Kassettenrekorder noch Videokameras gegeben hat. Nicht alles was sie sagten und
nicht alles, was aufgeschrieben wurde, war vollkommen.
Viertens reißen
Antimormonen Dinge aus dem kulturellen Zusammenhang. Ich habe HLT-Zitate über
schwarze Afroamerikaner aus der Zeit von Brigham Young gelesen, bei denen sich
heute die meisten Leute sehr unwohl fühlen. Aber im 19. Jahrhundert in Amerika
waren das ganz normale Dinge. Wir müssen daran denken, dass der Papst zu jener
Zeit argumentierte, dass Sklaverei gerechtfertigt sei, die Amerikanische
Southern Baptist Church wurde aus dem einzigen Grund gegründet, um die Schwarzen
draußen zu halten und die Methodisten und Presbyterianer waren große
Sklavenhalter. Die Methodisten alleine hatten über 208 000 Sklaven.
Wissenschaftler jener Zeit argumentierten darüber, ob Afroamerikaner überhaupt
wirkliche Menschen seien oder nicht. Und eines der populärsten Bücher über das
Thema, geschrieben von Josiah Priest, behauptete, die schwarze Rasse sei aus
einer verbotenen Affaire Evas mit der Schlange im Garten Eden hervorgegangen.
In diesem
Zusammenhang waren Zitate von HLT-Führen ziemlich mild und sie anerkannten
Afroamerikaner immer als Kinder Gottes, die im celestialen Reich errettet werden
würden.
Fünftens,
unterstellen Antimormonen allen Handlungen früher Heiliger der Letzten Tage böse
Absicht. Dieses schließt die Förderung jedes Gerüchtes ein, selbst wenn es
tatsächlich keine Grundlage dafür gibt. Oft gibt es persönliche Tagebücher, die
dieser Annahme widersprechen, aber sie werden bequemerweise vergessen und nie
erwähnt. Das, stellt sich heraus, ist eine übliche Praxis von Antimormonen. Sie
picken sich ausgewählte Fakten heraus, um ihre besonderen Ideen und Sichtweisen
zu unterstützen. Das ist nicht notwendigerweise schlecht an sich, aber sie gehen
noch weiter, indem sie vorgeben, die anderen Fakten, die ihren Theorien
widersprechen seien gar nicht vorhanden.
Schließlich, und
am wichtigsten, zieht sich wie ein roter Faden durch den Antimormonismus die
Behauptung, dass die Kirche vor ihren Mitgliedern Tatsachen verstecke. Ich
erinnere mich daran, dass ich jemandem sagte, ich glaubte die verzerrten
Glaubenslehren, die er den Mormonen zuschrieb, nicht. Dann sagte er mir, das sei
aber dennoch der Glaube der HLT-Kirche, ich wisse es einfach nicht, ich sei
nicht hoch genug in der Kirche. Diese Top secret Dinge seien nur jenen die
wirklich hoch oben seien bekannt und natürlich allen Antimormonen. Als ich ihm
sagte, ich sei ein Bischof, wechselte ich für ihn plötzlich von der Seite der
Betrogenen auf die Seite der Betrüger und alles und jedes, was ich sagte sei
eine Lüge. Er wollte nicht mehr weiter mit mir sprechen.
Die Kirche
versteckt ihre Geschichte nicht, ganz im Gegenteil. Sie veröffentlicht sie auf
CDs und DVDs. Sie veröffentlicht sie in Kirchenleitfäden. Natürlich stimmt es,
dass die umstritteneren Aspekte der Kirchengeschichte nicht in den Leitfäden zu
finden sind. Doch wir müssen daran denken, dass die Sonntagschule Geschichte
dazu benutzt, Menschen näher zu Christus zu bringen, Sonntagschule ist kein
Geschichtsunterricht. Doch kann man die anderen Themen sorgfältig besprochen in
Büchern finden, die durch die Brigham Young Universität veröffentlicht werden.
Die Themen werden auch in den Zeitschriften Ensign und Liahona behandelt.
Wir wurden von
einem Mann kontaktiert, der sagte, er werde die Kirche verlassen, weil er gerade
herausgefunden habe, dass es mehr als eine Version der ersten Vision, erzählt
von Joseph Smith, gebe und dass die Kirche diese Tatsache vor ihm jahrelang
versteckt habe. Wir zeigten ihm, dass die Kirche Artikel über die verschiedenen
Versionen im Ensign in den Jahren 1972, 1985 und 1996 veröffentlicht hatte, er
hatte einfach nicht aufgepasst. Wir haben ihm auch gezeigt, dass die
verschiedenen Versionen, die alle unterschiedliche Punkte für ein
unterschiedliches Publikum betonten, einander nicht prinzipiell widersprachen.
Im Gegensatz zu
Antimormonen hoffe ich, dass wir jene Haltung einnehmen, die Krister Stendahl
einnahm, als der Stockholm Tempel gebaut wurde und es einigen Widerstand gab,
wie oft beim Tempelbau. Krister Stendahl, ehemaliger Dekan der Harvard Divinty
School, zu jener Zeit lutherischer Bischof von Stockholm, bot an zu kommen und
zu sprechen und eine Pressekonferenz zu geben. Er fragte, ob er das im
HLT-Pfahlzentrum gleich neben dem Tempelgrundstück tun dürfe.
Nun, ich denke,
eine Menge Leute müssen angenommen haben, als Bischof von Stockholm, als
lutherische Bischof, würde er kommen und den Tempel verurteilen. Doch als er
hinkam, befürwortete er als erstes den Bau des Tempels. Aber dann legte er drei
Grundsätze für den Umgang mit anderen Religionen dar.
Der erste
Grundsatz war, wenn du etwas über einen religösen Glauben lernen willst, dann
gehe nicht zu seinen Feinden, sondern zu seinen Anhängern.
Der zweite war,
wenn du deinen Glauben mit dem Glauben von jemand anderem vergleichst, dann
vergleiche nicht dein bestes mit ihrem schlechtesten. Es ist nicht fair z.B. zu
sagen: Nun, Wir Christen haben Mutter Theresa und ihr habt Osama bin Laden. Das
ist einfach nicht fair. Sie haben ihre Mutter Theresas und wir haben unsere
Osamas. Jede Religion hat schlechte Leute und jede Religion hat gute Leute und
man sollte versuchen, das beste mit dem besten zu vergleichen.
Der dritte, sagt
er, ist, immer Raum zu lassen für heilige Eifersucht. Was er meinte, man soll
immer willens sein eine andere Religion zu betrachten und zu sagen: „Was machen
die wirklich gut? Was haben die, was ich wirklich bewundere und ich hätte das
gerne als Teil meines eigenen religösen Glaubens, meines religiösen Lebens oder
meiner religiösen Lehre?“ Und wenn man das macht, wird der interreligiöse Dialog
zu einer Gelegenheit des Lernens und Wachsens durch andere Menschen. Und ich
denke, das ist eine Lektion, die es wert ist, zu lernen.
Manchmal wird mir
die Frage gestellt, ob es in Ordnung ist, Antimormonenliteratur zu lesen. Sucht
nicht danach. Ich würde sagen, es ist Zeitverschwendung und voller
Ungenauigkeiten. Doch ihr müsst vorbereitet sein, wenn sie in euer Leben tritt.
Wenn ihr Fragen habt, so stellt sicher, dass ihr auch die Informationen aus dem
HLT-Blickwinkel lest. Ihr könnt mich gerne per e-Mail fragen. Denkt daran, sogar
schlaue Leute können auf etwas stoßen, was sie nicht wissen oder sie können
verwirrt werden. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit einem Antimormonen,
der aufzeigte, Joseph Smith habe behauptet, es habe im Gebiet von Palmyra, New
York im Jahr 1820 eine religiöse Erweckungsbewegung gegeben. Dies habe Joseph
Smith dazu veranlasst im Heiligen Wald zu beten und die erste Vision zu haben.
Der Mann , mit dem ich sprach, wies darauf hin, dass ein Prediger alle
unterschiedlichen Kirchenbücher von Palmyra durchstudiert habe und er habe
keinerlei Hinweis auf eine Erweckungsbewegung im Jahr 1820 gefunden. Außerdem
schrieb noch Josephs Mutter, Lucy Mack Smith, in ihrem Buch über eine Erweckung
Jahre später. Er sagte, das müsse diejenige gewesen sein, von der Joseph sprach.
Die Zeitlinie in der Geschichte von Joseph Smith stimmte nicht. Er muss das
alles erfunden haben.
Ich hatte keine
Antwort. Obwohl ich nachforschte, konnte ich keine Antwort finden. Ich habe die
Kirche nicht verlassen, ich war der Meinung, vielleicht würde die Antwort später
kommen. Dann, drei Monate später, im April desselben Jahres, wurde im Ensign ein
Artikel veröffentlicht, der über genau das Thema sprach. Forschungen von
anderen, sowohl Mormonen als auch Nichtmormonen, fanden viele Beweise für
religiöse Versammlungen in dem Gebiet. Ja, die Zeitung von Palmyra berichtete
sogar, dass ein Mann auf einer solchen Versammlung starb. Er trank auf der
Versammlung zu viel, und das brachte ihn um. Zusätzlich schrieb Lucy Mack Smith
an anderer Stelle solche Informationen, die die Zeitlinie bestätigten.
Denkt nur daran,
wie mein Leben anders verlaufen wäre, wenn ich nicht Geduld gehabt und auf die
Antwort auf die ursprüngliche Frage gewartet hätte. Also, ich empfehle es nicht,
Antimormonenliteratur zu studieren, weil Sie vielleicht auf etwas stoßen
könnten, worauf sie noch keine Antwort haben. Die Antwort gibt es, aber sie
haben vielleicht dazu keinen Zugang.
Wenn ich mit
Mitgliedern spreche, die ein Zeugnisproblem habe, dann ist eines meiner
Werkzeuge, alle Einwände, die sie haben, aufzulisten. Wenn ich das mache, stellt
sich gewöhnlich heraus, dass sich ihre Argumente auf das Hauptargument
reduzieren: Joseph Smith war ein falscher Prophet.
Es kann sein, weil
er etwas sagte das jemand nicht mochte oder er war ein falscher Prophet, weil er
über irgend etwas nicht prophezeite. Meistens wird gedacht, er sein ein falscher
Prophet, weil er irgendwelchen Erwartungen, wie sie sich einen Propheten
vorstellen, nicht entspricht.
Es scheint der
Gedanke da zu sein, Propheten seien vollkommene Menschen, die alles wissen. Wenn
man einen Propheten aufforderte, zu einem Fußballspiel zu gehen, könnte der
Prophet antworten: „Nein danke, Frankfurt wird das Spiel gegen Düsseldorf 4:3
verlieren. Das will ich nicht anschauen.“
Die meisten
Falscher-Prophet-Themen entstehen aus einem Missverstehen von Propheten und
Offenbarung.
Joseph Smith
sagte: „ Ich besucht einen Bruder und eine Schwester... die dachten, ein Prophet
sei immer ein Prophet, aber ich sagte ihnen, dass ein Prophet nur dann ein
Prophet ist, wenn er als solcher handelt.
Brigham Young
erklärte auch: „Es gibt keine einzige Offenbarung, die vollkommen in ihrer Fülle
ist.“ Gott spricht mit uns „auf eine solche Weise, wie es unseren Fähigkeiten
entspricht.“
Viele
Missverständnisse geschehen, weil Leute glauben, dass Offenbarungen vollständig
sind und nicht geändert werden können.
In Jeremia Kapitel
36 nahm König Jojakim das Buch, die Schriftrolle, und verbrannte sie in einem
Feuer. Jeremia, der Prophet nahm dann eine neue Rolle heraus und diktierte das
ganze Buch noch einmal. Dann heißt es darin: „Ihnen wurden noch viele ähnliche
Worte hinzugefügt.“ Also fügt er zu Heiliger Schrift etwas hinzu. Es gibt andere
Offenbarungen die „geändert“ wurden. Vor Christus lebten sie nach dem Gesetz des
Mose. Sie hatten das „ewige“ Gesetz der Beschneidung. Und im Neuen Testament hat
Petrus eine Offenbarung erhalten, die die Beschneidung für heidnische Bekehrte
zum Christentum unnötig machte. Dasselbe geschah, um die Speisevorschriften zu
ändern, die ihnen ursprünglich von Gott gegeben worden waren.
Die Kirche und
alle ihre Mitglieder, einschließlich die Propheten und andere Führer, lernen
Zeile um Zeile.
Eines der besten
Beispiele dafür stammt aus dem Jahr 1978. Als es eine Offenbarung darüber gab,
das Priestertum auf alle würdigen Männer auszudehnen, sagte Bruce R. McConkie:
„Vergesst
alles, was ich gesagt habe, oder was ... Brigham Young ... oder wer auch immer
gesagt hat ..., das im Widerspruch zur gegenwärtigen Offenbarung steht. Wir
sprachen mit begrenztem Verständnis und ohne das Licht und die Erkenntnis, die
jetzt in die Welt gekommen sind.
Die Titelseite des
Buche Mormon sagt sogar: „ Und wenn darin Mängel sind, so sind es die Fehler von
Menschen; darum verurteilt nicht, was von Gott kommt, damit ihr vor dem
Richterstuhl Christi als makellos befunden werden mögt.“
Einige haben mich
gefragt: „Wenn Propheten Fehler machen können, wie können wir wissen, was wahr
ist und was nicht wahr ist?“ Ich habe ein paar Vorschläge. Erstens, zur
Erinnerung, der Herr hat verheißen, dass er nie zulassen wird, dass uns der
Prophet in die Irre führt. Das interpretiere ich so, dass er uns nie Rat geben
wird, der uns von unserer Errettung wegführt.
Daher müssen wir
ein anfängliches Zeugnis erlangen, dass das die Kirche des Herrn ist und dass
der Mann der an ihrer Spitze steht, wirklich ein Prophet Gottes ist. Wenn man
dann auf Schwierigkeiten stößt, kann man auf das geistige Zeugnis zurückgreifen,
das man hatte. Zusätzlich kann man Gott bitten, einem zu sagen, ob das, was man
gehört hat, wahr ist und sich dann auf die Antwort des Geistes stützen. Lehi
hatte einen Vision und Nephi hatte Fragen darüber. Er hatte Glauben und fragte
den Herrn und ihm wurde erlaubt, die Vision ebenfalls zu sehen, welche übrigens
ein bisschen unterschiedlich war, als das, was sein Vater gesehen hatte. Laman
und Lemuel auf der anderen Seite lehnten es ab, den Herrn auch nur zu fragen und
sagten: „Der Herr tut uns solches nicht kund.“ Ich fürchte, wir befinden uns
normalerweise auf dem Weg von Laman und Lemuel.
Aber auch wenn wir
ein Recht darauf haben, um Bestätigung für jede Angelegenheit zu bitten, sollen
wir daran denken, was der Herr Oliver Cowdery in LuB 6:22-23 sagte, als er
wiederholt um geistige Bestätigung bat. „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn
du ein weiteres Zeugnis begehrst, dann denke in deinem Sinn an die Nacht, da du
im Herzen zu mir geschrien hast und wissen wolltest, ob diese Dinge wahr seien.
Habe ich deinem Sinn nicht Frieden in dieser Angelegenheit zugesprochen? Welch
größeres Zeugnis kannst du haben als von Gott?“
Mein nächste
Empfehlung ist, einfach den Lehren der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums
der Zwölf zu folgen, wenn sie mit vereinter Stimme sprechen. In der modernen
Kirche stellen die Brüder sicher, dass sie alle übereinstimmen, bevor sie in
eine bestimmte Richtung handeln. Folgt nicht den Lehren anderer, die meinen, es
besser zu wissen, haltet euch an den Propheten, seine Ratgeber und die Zwölf.
Meine letzte
Empfehlung, die von Präsident Gordon B. Hinckley kommt, lautet, das ganze Bild
zu sehen. Er sagte:
„Jene,
die kritisieren, haben den Blick für die Herrlichkeit und das Wunderbare dieses
Werkes verloren. Sie sind so damit beschäftigt, Fehler zu finden, dass sie die
Großartigkeit des Werkes des Herrn nicht sehen ... Aus einer großen Fülle von
Informationen scheinen unsere Kritiker jene Dinge auszuwählen und darüber zu
schreiben, die einige Männer und Frauen aus der Vergangenheit, die so hart daran
arbeiteten den Grund für dieses große Werk zu legen, herabsetzen und schmälern.“
Ich rufe dazu auf,
dass wir, besonders die in der Kirche, wenn wir weiter nach Wahrheit forschen,
in jenen, die zu ihrer Zeit ein so großes Werk vollbracht haben, mehr nach Kraft
und Güte Ausschau halten, als nach Schwäche und Versagen.
Wir erkennen, dass
unsere Vorfahren menschlich waren. Zweifellos machten sie Fehler. Einige von
ihnen gaben zu, Fehler zu machen. Aber die Fehler waren klein, verglichen mit
der wunderbaren Arbeit, die sie vollbrachten.
Es gab nur einen
einzigen vollkommen Menschen, der je auf Erden wandelte. Der Herr hat
unvollkommene Menschen benutzt, um seine vollkommene Gesellschaft zu errichten.
Wenn einige von ihnen gelegentlich stolperten oder wenn ihr Charakter auf die
eine oder andere Weise leicht mangelhaft war, so ist das Wunder umso größer,
dass sie so viel erreichten.
WAS MAN NICHT HÖRT
Es gibt eine
Anzahl von Dingen, von denen die Antimormonen nicht wollen, dass man sie weiß.
Zunächst sagen
sekulare Antimormen gerne, wie ungebildet oder dumm wir sind, dass wir an die
Göttlichkeit der Wiederherstellung glauben. Doch zeigen die Tatsachen, dass HLT
gebildeter sind, als die Bevölkerung als Ganzes.
Zusätzlich haben
Untersuchungen gezeigt, dass bei der Kirche Jesu Christi HLT, anders als bei
vielen anderen Glaubensgemeinschaften, die Mitglieder umso eher aktiv sind, je
gebildeter sie sind. Ja, fast 80% jener mit höherer Bildung sind sehr aktive
Mitglieder der Kirche. Eine weitere interessante Statistik zeigt, dass in den
letzten 60 Jahren die Mormonen in Utah mehr Wissenschaftler pro Kopf der
Bevölkerung hervorgebracht haben als jede andere Gruppe in den Vereinigten
Staaten. Zusätzlich sagen über 90% dieser Wissenschaftler, sie hätten einen
starken oder sehr starken Glauben an die Mission von Joseph Smith.
Eine weiter Sache,
von der die Antomormonen nicht wollen, dass man sie weiß, ist, dass die aktuelle
Forschung über das frühe Christentum immer mehr und mehr Beweise dafür
hervorbringt, dass die Lehren von Joseph Smith mit dem im Einklang steht, was
die frühesten Christen glaubten.
Zum Beispiel
lehrte Joseph Smith, dass wir Kinder Gottes sind und wie er werden können. Viele
Antimormonen schreiben, dass allein diese Lehre zeigt, wie falsch er lag. Diese
Lehre sei antichristlich, sagen sie. Aber in Römer 8:17 heißt es: „Sind wir aber
Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn
wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.“
Hier sind einige
Zitate von frühen Christen:
Irenäus, einer der
frühen Christen sagte: „Wenn das Wort ein Mensch wurde, so damit Menschen Götter
würden.“
Athanasius sagte:
„Das Wort wurde zu Fleisch gemacht, damit uns ermöglicht wurde zu Göttern
gemacht zu werden...
Augustinus sagte:
„Wenn wir also zu Söhnen Gottes gemacht wurden, dann sind wir auch zu Göttern
geworden.“
Clemens von
Alexandria sagte: „Siehe, ich sage das Wort Gottes wurde ein Mensch, damit du
von einem Menschen lernen kannst wie man ein Gott wird.“
Sogar der
offizielle katholische Katechismus sagt: „Denn der Sohn Gottes wurde Mensch,
damit wir Gott werden können.“
Daher heißt die
Frage nicht: „Warum lehren die HLT diese Gedanken?“, sondern „Warum tun das
nicht die anderen Christen?“
Andere Nicht-HLT
Bibelgelehrte wie Dr. Richard Mouw und Dr. Margaret Barker haben öffentliche
Erkärungen abgegeben, die die HLT Theologie unterstützen und viele BYU
Professoren publizieren in akademischen Zeitschriften über religöses Denken und
religiöse Lehre.
Dr. Margaret
Barker hat sogar gesagt: „ 1. Nephi ist eine authentische Darstellung davon, wie
Jerusalem um 600 vor Christi war.“
Joseph hat das
nicht nur richtig hingekriegt, sondern er hat auch die Reisen von Lehi und Nephi
nachdem sie Jerusalem verließen beschrieben. Und diese Beschreibung stimmt nun
mit dem überein, was wir jetzt über den Weg wissen, den zu jener Zeit alle
Reisenden benutzten.
1. Nephi 2:6
Und es begab sich:
Als er drei Tage lang durch die Wildnis gezogen war, baute er sein
Zelt in einem Tal auf, nahe an einem Fluß mit Wasser.
Genau nach einer
Reise von drei Tagen von Jerusalem nach Süden, kommt man an einen Wasserfluss.
(Damals war er grösser.)
Lehi setzte seine
Reise fort:
1. Nephi 16:13
Und es begab sich:
Wir wanderten für den Zeitraum von vier Tagen in nahezu
südsüdöstlicher Richtung; und dann bauten wir wieder unsere Zelte auf;
und wir gaben dem Ort den Namen Schazer.
Wieder entspricht
diese Richtung genau der Richtung des Weges.
In 1 Nephi 16:34
heißt es:
Und es begab sich:
Ischmael starb und wurde begraben an dem Ort, der Nahom genannt wurde.
Es trifft zu, dass
das Gebiet hier Nahom genannt wird. Das wissen wir, weil deutsche Archäologen
hier Altäre mit dem Namen NHM (Nihim oder Nahom) gefunden haben, die auf die
Zeit von Nephi zurückgehen. Nahom bedeutet Grabstätte oder Ort des Trauerns.
Das ist auch der
Ort, an dem sich entscheiden kann, ob man dem Weg weiter nach Süden oder nach
Osten folgen will. Wir lesen in 1. Neph i 17:1 „wir zogen von der Zeit an nahezu
ostwärts.“
Östlich von Nahom
kamen Nephi und Lehi an einen Ort, den sie Überfluss nannten.
Wenn Sie in einer
Gegend reisen würden, die so-------------aussieht, und dann würden sie an einen
Ort kommen, der so----------aussieht, wie würden Sie ihn nennen? Dieses Gebiet
stimmt mit der Beschreibung überein, die man im Buch Mormon findet.
Es gibt auch
Hinweise auf hebräische und ägyptische Sprache in Sprachen der Ureinwohner in
Amerika. Eine Sprachfamilie wird Uto-Aztekisch genannt. Wie Deutsch und Englisch
Ähnlichkeiten haben, so zeigt Uto-Aztekisch Ähnlichkeiten mit zwei hebräischen
und einem ägyptischen Dialekt.
Chiasmus
Der Chiasmus ist
eine Literaturform, wo man zuerst die Dinge vorwärts sagt und sie dann rückwärts
wiederholt. Er wird in Kulturen benutzt, die sich auf das gesprochene Wort
stützen. Er wird zur Verstärkung benutzt und um sicherzustellen, dass wichtige
Elemente nicht vergessen werden. Zur Zeit von Joseph Smith war er so gut wie
unbekannt, auch hat Joseph Smith niemals gesagt, dass er sich dessen bewusst
sei. Wir finden aber Beispiele für Chiasmen in
Mosia 3:18, 19:
Mosia 5:10-12
Helaman 6:7-13
und Alma Kapitel
36 – das ganze Kapitel.
Hier nur ein Teil
des Kapitels:
(m) MEINE
GLIEDMASSEN waren gelähmt (10)
(n) Angst, in der GEGENWART GOTTES zu sein (14-15)
(o) QUALEN einer verdammten Seele (16)
(p) GEMARTERT DURCH DIE
ERINNERUNG AN SÜNDEN (17)
(q) Ich
erinnerte mich JESUS CHRISTUS, DEN SOHN GOTTES (17)
(q') Ich rief
JESUS, SOHN GOTTES (18)
(p') nicht mehr GEMARTERT DURCH
DIE ERINNERUNG AN SÜNDEN (19)
(o') Freude so außerordenlich, wie die QUAL
gewesen war (20)
(n') Sehnsucht in der GEGENWART GOTTES zu sein (22)
(m') Meine GLIEDMASSEN erlangten ihre Stärke wieder (23)
Wir haben Beweise
für viele Namen aus dem Buch Mormon, die kürzlich in Israel auf Siegeln,
Tonscherben und auf Dokumenten entdeckt wurden. Einige Beispiele sind:
Abisch
Aha
Chemisch
Josh
Mathoni und
Mathonihah
Sam
und Alma
Es gibt viele
andere Dinge im Buch Mormon, von denen Kritiker früher sagten, dass sie ein
Beweis dafür seien, dass Joseph Smith alles erfunden hat, die jetzt von der
modernen Archäologie unterstützt werden. Je mehr wir erfahren, umso mehr wissen
wir, dass Jospeh Smith recht hatte. Joseph Smith als Bauernbub im ländlichen
Staat New York sollte es eigentlich falsch gemacht haben.
Ein berühmter Professor der Archäologie,
John Clark hat in 2005 bei unserer
FAIR Konferenz über den Status der Ansprüche des Buches Mormons gesprochen. Er
fand das vieles das in 1842 nicht bestätigt war, in 2005 entweder bestätigt oder
unbestimmt geworden ist.
Das wäre Joseph
Smiths Idee von einer Rüstung gewesen, aber das Buch Mormon beschreibt, was auf
diesem Bild ist.
Das wäre seine
Idee von einer Festung gewesen, aber das Buch Mormon beschreibt diese Art von
Festung.
Sein Bauernhof sah
so aus.
Das Buch Mormon
spricht aber von Häusern und Städten aus Zement.
Wie hat er das
richtig hingekriegt?
Es gab auch viele
Zeugen für das Buch Mormon. Es gab nicht nur elf offizielle Zeugen, sondern auch
andere, die die Platten befühlten und anhoben.
Kathryn Smith als
15jahriges Mädchen, versteckte die Platten unter ihren Beinen in ihrem Bett,
während Männer das Haus durchsuchten, um die Platten zu stehlen.
Die acht Zeugen
sahen und fühlten die Platten und blätterten die Seiten um, eine nach der
anderen. Die drei Zeugen sahen die Platten, sahen den Urim und Thummim, sahen
das Schwert Labans, sahen den Liahona, sahen einen Engel und hörten die Stimme
Gottes erklären, dass es wahr sei.
Peter Whitmer
wurde gefragt, ob er betrogen worden sein oder sich geirrt haben könnte, dass er
die Platten und den Engel gesehen hat.
Er erhob sich und
richtete sich zur vollen Höhe auf, etwas mehr als 1Meter 82, und sagte in
feierlichem, beeindruckendem Ton: „Nein, mein Herr! Weder hatte ich eine
Halluzination noch wurde ich betrogen! Ich sah mit diesen Augen und hörte mit
diesen Ohren! Ich weiß, wovon ich spreche!“
Martin Harris
wurde gefragt: „Sind sie sicher, dass Sie den Engel und die Berichte des Buches
Mormon in Form von Goldplatten sahen?“ Martin Harris erwiderte: „Meine Herren“,
und streckte seine rechte Hand aus, „sehen Sie diese Hand? Sind sie sicher, dass
Sie sie sehen? Oder spielen Ihnen Ihre Augen einen Streich oder so etwas? Nein.
Na gut, so sicher, wie Sie meine Hand sehen, so sicher sah ich den Engel und die
Platten. Brüder, ich weiß, ich sah und hörte diese Dinge, und der Herr weiß,
dass ich weiß, dass die Dinge, von denen ich gesprochen habe, wahr sind.“
Oliver Cowdery
sagte Jacob Gates im Jahr 1849: „Jacob, ich möchte dass du dich an das, was ich
dir sage erinnerst. Ich bin ein Sterbender, und was würde es mir nützen, dir
eine Lüge zu erzählen? Ich weiß“; sagte er, „dass dieses Buch Mormon durch die
Gabe und Macht Gottes übersetzt wurde. Meine Augen sahen, meine Ohren hörten und
mein Verständnis wurde berührt, und ich weiß, dass das, wovon ich Zeugnis gebe,
wahr ist. Es war weder ein Traum noch eine nichtige Einbildung des Verstandes,
es war wirklich.“
Wenn sie also im
Internet auf schwierige Fragen stoßen, lassen sie ihren Glauben nicht
erschüttern. Denken Sie daran, dass andere vor Ihnen das schon gelesen und
studiert haben und sie glauben immer noch. Denken Sie auch daran, dass sogar
Propheten „Zeile um Zeile“ belehrt wurden. Denken Sie auch daran, dass wir nicht
alle Informationen haben und uns auf Gott stützen müssen.
Bleiben Sie dem
Glauben treu und sie werden reich gesegnet werden.
Ich weiß, dass
Gott lebt, ich weiß, dass Jesus der Christus ist, ich weiß, dass Joseph Smith
ein Prophet Gottes war und dass wir heute einen Propheten haben. Ich bin
dankbar, ein Mitglied der Kirche zu sein. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Ich
habe nun nur einige der Dinge mit ihnen geteilt, die ich erfahren haben, während
ich mich mit diese Themen beschäftigte. Warum? Um Sie zu ermutigen, dem Glauben
treu zu bleiben. |